Veröffentlicht in Allgemein, Leben

Glück multipliziert sich, wenn man es teilt!…?

Was aber, wenn man das Glück in anderen sucht?

*English version*

Soja Koala schrieb in ihrem Blogbeitrag über das Glück, dass man versucht in einer Beziehung zu finden und dass es dort nicht zu finden sei: …Single und glücklich!

Mich bewegte es sofort dazu, über das Sprichwort:

„Das Glück ist das einzige, was sich multipliziert, wenn man es teilt.“

nachzudenken.

Was passiert, wenn man nicht glücklich ist? Wo kommt Glück her? Was ist Glück? Was passiert mit dem Glück, wenn man versucht zu teilen, was nicht da ist? Warum bringt man das so oft in Zusammenhang mit Partnerschaft? Was hat das ganze mit unserer Partnerschaft zu tun? Muss der/die Partner/in uns glücklich machen? Wer muss uns eigentlich glücklich machen? Sind wir  nicht selbst dafür verantwortlich?

Um das zu beantworten habe ich erstmal ein paar Freunde gefragt:

„Was ist Glück für dich?“

Die Antworten waren ganz verschieden:

  • Tun, was man tun möchte, einhergehend mit der Wertschätzung: Ich kann das tun (zum Beispiel Sport, trotz körperlicher Beeinträchtigung)
  • Alltagsglück, hier ist die Wahrnehmung subjektiv, jeder hat sein eigenes Alltagsglück und muss es für sich selbst entdecken
  • Manchmal muss man die Faulheit überwinden, um seinen Willen umzusetzen, damit man sein Glück machen kann
  • Es gibt kein großes Glück, sonder das kleine Glück im Alltag macht uns glücklich
  • Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein
  • Man darf nicht bereuen, sondern sollte nach vorne schauen, nicht in negativen Erinnerungen schwelchen

Und doch beziehen sie sich alle auf die kleinen Dinge im Alltag.

Und ich will dankbar sein, für mein kleines Glück, jeden Tag, zumindest in einem kurzen Moment, mein Glück wahrnehmen, dass ich Fahrradfahren kann, dass die Sonne scheint, dass mein Babysittingkind so fantasievoll spielt, für Freunde, die die gleiche Einstellung zum Glücklichsein haben, wie ich und für Freunde, die etwas ganz anders sehen als ich!

Jeder ist also für sein Alltagsglück selbst verantwortlich, kann man das teilen?
Ja! Ich finde schon! Wenn man miteinander über das kleine Glück spricht und wertschätzt, schätzt man sein kleines Glück und das kleine Glück der anderen. Außerdem macht es mich glücklich zu erfahren, dass andere glücklich sind, vor allem, wenn es Menschen sind, die ich mag.

Kommen wir zum Teil mit der Partnerschaft. Schwieriges Thema, weil man gemeinsam glücklich sein will. Zumindest ist das das höchste Ziel. Vielleicht ein idealisiertes Ziel. Vielleicht ja auch falsch interpretiert. Partnerschaft definieren ist eine schwere Sache, vielleicht trau ich mich da mal irgendwann ran. Auf jeden Fall ist das idealisierte Bild, dass man mit einem Partner glücklich wird in meinen Augen falsch. Keine Frage, dass man glücklichER wird, aber glücklich auf keinen Fall. Das Glück ist in einem selbst, es ist eine Lebenseinstellung, kein Ding, das man bekommt, nur, weil man gerade mit jemandem zusammen glücklich ist.

Meine Freundin A. sagte:

„Ich bin dankbar für alles, was ich habe, ich kann mich glücklich schätzen.“

Ich finde, jeder muss für sich allein glücklich sein, um gemeinsam glücklich werden zu können – um das Glück zu multiplizieren. Wenn einer nicht glücklich ist, braucht er einen Teil vom Glück des anderen. Wenn man sich dann wieder trennt und sei es nur für ein paar Stunden, muss einer wieder Glück tanken und dem anderen fehlt es schon wieder. Über einen gewissen Zeitraum kann die Liebe das Aushalten, aber langfristig muss die Glückteilung wechselseitig sein.

Ich finde, der Partner muss uns nicht glücklich machen, wir müssen uns mit unserem Partner glücklich machen und der Partner darf uns nicht unglücklich machen.

Was sind eure Gedanken zum Glück?

Eure Julia

 

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3 Kommentare zu „Glück multipliziert sich, wenn man es teilt!…?

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