Veröffentlicht in Allgemein, Reisen, Unterwegs

Reisepanik

Kurz vor der nächsten Reise, dem nächsten Urlaub, dem nächsten Auslandswasauchimmer, dem nächsten Langbstreckenumzug, bekomme ich Panik, keine Angst, mit der kann ich umgehen, nein, richtig Panik.

Ich verpasse jetzt:  und dann fallen mir tausende Dinge ein!

Aktuell verpasse ich vielleicht eine gute Wohnung, vielleicht den Tod von unserem Familienhund (15,5 Jahre ist wirklich ein Hundealter, bei dem man sich langsam Sorgen machen muss, dass sie hopps geht…), all die Veranstaltungen in Berlin, Zeit mit meinen Freunden, die Geburt von einem Baby, …

Die meisten sind ziemlich unbegründet, das Baby ist auch noch da, wenn ich wieder da bin, die Veranstaltungen in Berlin besuche ich sowieso nur zu einem Bruchteil, weil ich doch wieder nur arbeiten gehe und meine Freunde, die sind doch alle selbst im Sommer nicht in Berlin 😉 Nach einer Wohnung gucken auch die beiden anderen Mädels und auf die ist Verlass!

Nur die Sache mit Lilli macht mir Sorgen, sie ist einfach wirklich eine Hundeuroma, laut Umrechung in Hundejahren ist sie 108,5 Jahre alt… Aber ich weiß ja nie, was passiert, wenn ich wieder wegfahre, so schnell ist man nun mal nicht in Kiel, wenn man in Berlin wohnt…

Zurück zu meiner Panik.

Habe ich an alles gedacht? Keine Ahnung… Überweisungen, E-Mails (vielleicht nehme ich einfach meinen Laptop mit?!), …

Schaffe ich alles, was ich mir vorher noch vorgenommen habe? Nein! Niemals. Wie zur Hölle will ich denn jetzt noch ca. 5 Blogbeiträge nachtregen, eine ganze Hausarbeit schreiben, arbeiten, packen und schlafen? Sehr unrealistisch… Aber vielleicht, wenn ich meine Hausarbeit mit zum abends Babysitten nehme und da die Bücher in mein Zitationsprogramm einfüge und die Zitate vernetzte und das Inhaltsverzeichnis erstellen lasse durch Word, vielleicht dann 😉 Literatursuche kann man gut zwischendurch machen, dafür muss man nicht immer gleich ein paar Stunden einplanen, sondern kann zerfledderte Zeit nutzen, in der man schon fertig ist mit dem Restebeseitigen vom Babysitten, die Kids aber noch nicht eingeschlafen sind und sich wahrscheinlich noch zwei drei Mal melden, weil beispielsweise ein Monster in der Ecke ist.

{ Mein Geheimtipp hierbei ist Monsterspray. Das Logo von einer Flasche Fensterputzer einfach irgendwie unkenntlich machen (Licht nicht richtig anmachen ist zumeist völlig ausrechent), das Ventil schließen und sprühen. Das Zischgeräusch klingt so, als würde man sprühen, das Monster kann nicht mehr [denken, atmen,riechen, …] und das Kind kann in Ruhe einschlafen. }

Habe ich alles dabei? Adressen, Passwörter, passende Kleidung, >Gastgeschenke, kein Übergepäck, alle Tickets, meine Kreditkarte, …
Bis jetzt war ich immer vollständig unterwegs. Toi toi toi, dass das so bleibt.

Auf meinem Weg durchs Netz habe ich einen Blogbeitrag von Mira gefunden und zwar Angst vorm Reisen, sie spricht eine ganz andere Angst vom Reisen an, die mir überhaupt nicht bewusst war, aber ihr Zitat:

„Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie“

– Erich Kästner

trifft definitiv auch auf meine Panik zu.

Panikende: Am Flughafen, oder genauer gesagt im Flugzeug nach dem Start, ist meine Panik weg. Ich kann eh nichts mehr ändern, reparieren kann man hinterher immer.

Ganz liebe Grüße,

euer Panikfreak, der auch noch diesen Blogbeitrag fertig bekommen hat!

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2 Kommentare zu „Reisepanik

  1. Oh weh, Du armes Wrack 🙂
    Bitte entschuldige, aber ich musste echt lachen, Du hast das so niedlich beschrieben.
    Ich bin da etwas anders gestrickt. Ich kann auch mit Handgepäck für 1 Woche in den Urlaub – geplant 2 Tage im Voraus. Ich vergesse IMMER was. Inzwischen bin ich ziemlich gut im Improvisieren 😉

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    1. Kurz in den Urlaub ist auch kein Problem, ich war gerade für 4 Tage bei meinen Eltern, mit einem 35l Rucksack, 1h vor Abfahrt gepackt, gar kein Problem und alles dabei 😉 Wenn ich aber 5 Wochen nicht da bin, dann werde ich irgenwie panisch… Die Länge machts 😉

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